Ostdeutsche
Kommunalversicherung
auf Gegenseitigkeit

Kunst- und Ausstellungsversicherung

Die Kunstversicherung findet im kommunalen Bereich insbesondere für Exponate von Museen und Ausstellungen Anwendung. Sind die Ausstellungsexponate doch oft erheblichen Risiken ausgesetzt. Die größten Gefahren drohen durch Feuer, Wasser und Diebstahl, aber auch Unachtsamkeit und böswillige Beschädigung können Schäden verursachen. Der Kunstdiebstahl durch internationale Diebes- und Hehlerbanden stellt dabei ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. In Anbetracht des möglichen Schadens stellen deshalb Eigentümer von Kunstwerken diese für die Kommune nur zur Verfügung, wenn für sie im Rahmen des Transportes und der Ausstellung ein ausreichender Versicherungsschutz besteht.

Umfang der Versicherung?

Die Ausstellungsversicherung basiert auf dem Prinzip der Allgefahrendeckung. Während der Dauer der Versicherrung erstreckt sich der Versicherungsschutz auf alle Gefahren, denen das versicherte Ausstellungsgut ausgesetzt ist. Dabei leistet der Versicherer Ersatz bei Verlust oder Beschädigung des Ausstellungsgutes. Versicherte
Gefahren sind insbesondere:

  • Transportmittelunfall
  • Bruch
  • höhere Gewalt
  • Diebstahl
  • Nässe
  • Brand, Blitzschlag und Explosion
  • Vandalismus, Verbiegen, Verbeulen, Verschrammen
  • vorsätzliche Beschädigung durch fremde Personen
Mitversichert sind auch Kosten für das Aufräumen der Schadenstätte und das Abfahren des Schuttes bis zur nächsten Ablagerungsstätte (Aufräumungskosten) bis zur Höhe von 1 % der Versicherungssumme.

Ausschlüsse

Aus Risikogründen kann sich der Versicherungsschutznicht generell auf alle Gefahren erstrecken. Damit das Risiko überschaubar und die Versicherungsprämie kalkulierbar bleibt, gibt es einige Risikoausschlüsse, die nachfolgen aufgeführt sind:
Nicht versicherbar sind Schäden, die durch Krieg, Bürgerkrieg oder kriegsähnliche Ereignisse verursacht
werden, ferner durch Streik , Aussperrung, Arbeitsunruhen, politischen Gewalthandlungen, Aufruhr und sonstige innere Unruhen, sowie durch Beschlagnahme, Entziehung oder sonstige Eingriffe von hoher Hand und die Gefahr der Kernenergie.
Sofern das Ausstellungsgut in Zelten oder unter freiem Himmel ausgestellt wird, sind die Gefahren der Witterung durch Wind, Sturm, Regen, Schnee und Hagel ebenfalls ausgeschlossen.
Wertvolle Gegenstände kleineren Formats (z. B. Schmucksachen, Ferngläser, Fotoapparate, Kunstgegenstände) sind nur gegen Abhandenkommen (Diebstahl) in verschlossenen Glasvitrinen oder Schaukästen versichert. Schäden durch Diebstahl, Veruntreuung oder Unterschlagung durch Angestellte des Versicherungsnehmers sind ebenfalls nicht mitversichert. Dabei gelten allerdings Personen, die lediglich für die Dauer der Ausstellung beschäftigt werden, nicht als Angestellte, vorausgesetzt, dass sie sorgfältig ausgewählt wurden.
Ausgeschlossen sind auch Schäden die durch inneren Verderb oder die natürliche Beschaffenheit des Ausstellungsgutes verursacht werden, insbesondere durch OKV Gärung, Fäulnis, Verbleichen oder Austrocknen. Dazu gehören auch Schäden durch Politurrisse, Leimlösungen, Rost oder Oxydation, Röhren- und Fadenbruchs, Schwund, Geruchsannahme sowie Ungeziefer, Ratten oder Mäuse. Ein Beschaffenheitsschaden liegt stets dann vor, wenn der Schaden auf Umstände zurückzuführen ist, denen das Ausstellungsgut im gewöhnlichen Verlauf von Transport und Aufenthalt ausgesetzt ist, oder dass ein Gefahrereignis hinzutritt. Zu diesen Schäden zählt auch die Selbstentzündung. Auch Schäden durch Konstruktions-, Fabrikations- und Materialfehler fallen hierunter.

Versicherungswert

Als Versicherungswert gilt der gemeine Handelswert und in dessen Ermangelung der gemeine Wert, den das Ausstellungsgut am Absendeort zum Zeitpunkt des Beginns
der Versicherung hat.
Der gemeine Handelswert ist der Marktwert abzüglich ersparter Kosten. Bei der Festlegung bzw. Ermittlung des Marktwertes abzüglich ersparter Kosten. Bei der Festlegung bzw. Ermittlung des Marktwertes wird man die allgemeine Marktsituation berücksichtigen müssen und versuchen abzuschätzen, welche Preise derzeit auf Kunstauktionen erzielt werden können. Nicht in Betracht kommen kann ein rein ideeller Wert, der sogenannte Affektionswert, den ein bestimmter Gegenstand für einen bestimmten Besitz erhaben mag.
Der gemeine Wert ist der für den Versicherungsnehmer erzielbare Verkaufspreis des Ausstellungsgutes abzüglich ersparter Kosten. Die Ermittlung dieses Wertes ist häufig sehr schwierig, da es viele Objekte gibt, die normalerweise nicht auf den Markt kommen und deshalb schwer abgeschätzt werden kann, welchen Wert diese Kunstwerke zurzeit des Vertragsabschlusses haben.

Ersatzleistung

Der Versicherer ersetzt bei Verlust des Ausstellungsgutes den Versicherungswert. Wird das Ausstellungsgut beschädigt, umfasst die Ersatzleistung die Reparaturkosten zurzeit des Eintritts des Versicherungsfalles bis zur Höhe des Versicherungswertes. Ferner wird eine Wertminderung ersetzt, wenn das Ausstellungsgut durch die Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung nicht mehr in seinen früheren Gebrauchszustand versetzt werden kann. Die OKV kann Ihnen auch in diesem Bereich einen sehr preisgünstigen Versicherungsschutz zur Verfügung stellen. Sofern Sie nähere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen
Direktionsbeauftragten.

Anfragen/Downloads

Entsprechende Erfassungsbögen werden durch die OKV zur Verfügung gestellt. Durch den Technischen Dienst der OKV kann bei Notwendigkeit eine Besichtigung der Exponate zur Risikoprüfung vorgenommen werden.